Inspiriert vom natürlichen Haftmechanismus von Austern haben Forschende der Zhejiang University in China den weltweit ersten medizinischen Knochenkleber „Bone 02“ entwickelt. Das innovative Biomaterial kann Knochenfragmente selbst im feuchten und blutigen Umfeld des menschlichen Körpers innerhalb weniger Minuten sicher miteinander verbinden. Damit wird ein seit Jahrzehnten bestehendes Problem in der Behandlung komplexer Trümmerfrakturen adressiert.
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Montag, 29. Juni 2026
Mittwoch, 24. Juni 2026
Q&A: Dr. Chris Curry von OURA spricht über die wachsende Bedeutung von Wearables im Gesundheitswesen
Die klinische Direktorin für Frauengesundheit bei OURA, Dr. Chris Curry, beschreibt in dem Interview einen grundlegenden Wandel bei Wearables: Von reinen Fitness-Gadgets entwickeln sie sich zunehmend zu wichtigen Werkzeugen im Gesundheitswesen. Moderne Geräte wie Smart Rings liefern heute kontinuierlich Gesundheitsdaten und ermöglichen dadurch eine deutlich umfassendere Sicht auf den Gesundheitszustand einer Person als einzelne Arztbesuche. Während Ärztinnen und Ärzte oft nur wenige Minuten Zeit für Patientengespräche haben, erfassen Wearables Veränderungen im Alltag, die sonst häufig unbemerkt bleiben würden.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Verbesserung der Sensorik und die wissenschaftliche Validierung der gemessenen Daten. Dadurch steigt das Vertrauen von Nutzern und medizinischem Fachpersonal in die Genauigkeit der erfassten Werte. Gleichzeitig erfassen aktuelle Wearables nicht mehr nur Schritte oder Trainingsaktivitäten, sondern auch wichtige Kennzahlen zu Schlaf, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Stoffwechsel und allgemeinem Wohlbefinden.
Curry betont außerdem den wirtschaftlichen Nutzen solcher Technologien. Im Vergleich zu den hohen Kosten des Gesundheitswesens stellen Wearables eine vergleichsweise günstige Möglichkeit dar, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und präventive Maßnahmen zu unterstützen. Besonders wichtig sei dabei, dass die Geräte einfach und unauffällig im Alltag genutzt werden können, was eine langfristige Verwendung fördert.
Eine zentrale Rolle spielt auch künstliche Intelligenz. Nutzer wünschen sich nicht nur Rohdaten, sondern konkrete Handlungsempfehlungen und verständliche Interpretationen ihrer Gesundheitsinformationen. Gleichzeitig zeigt die Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, dass nicht die Menge der Daten entscheidend ist, sondern deren klinischer Nutzen.
Für die Zukunft sieht Curry das Potenzial von Wearables vor allem in drei Bereichen: Prävention, Früherkennung und Krankheitsmanagement. Ziel sei es, Patienten und medizinisches Personal entlang des gesamten Behandlungsprozesses zu unterstützen und damit gesündere Lebensjahre zu ermöglichen. Wearables könnten sich somit zu einem wichtigen Bestandteil einer personalisierten und präventiven Gesundheitsversorgung entwickeln.
source: healthtechmagazine.net
Mittwoch, 11. Februar 2026
The European MedTech landscape is evolving rapidly.
New regulatory updates and reimbursement pathways are shaping how healthcare innovations reach patients.
Dienstag, 10. Februar 2026
Entering the European healthcare market is not just a regulatory step — it’s a strategic transformation.
For Digital Health and MedTech companies, success in Europe requires:
Montag, 27. Oktober 2025
Präventionserfolg: Doctolibs Gesundheitserinnerungen führen zu über 150.000 gebuchten Vorsorgeterminen in nur 8 Wochen
Präventionserfolg: Doctolibs Gesundheitserinnerungen führen zu über 150.000 gebuchten Vorsorgeterminen in nur 8 Wochen
Doctolib, einer der führenden Digitalisierungspartner im Gesundheitswesen, verzeichnet direkten Erfolg mit seiner neuen Funktion der Gesundheitserinnerungen. Seit der Einführung Anfang Juli 2025 wurden bereits mehr als 150.000 Vorsorgetermine direkt gebucht. Dies kommt nicht nur Patient:innen zugute, sondern auch Arztpraxen, die durch besser planbare Abläufe und weniger Ausfälle entlastet werden. Mehr als 500.000 Gesundheitserinnerungen erhielten eine Reaktion von Patient:innen in Form von digitaler Arztterminbuchung oder sie wurden als erledigt markiert. Zudem haben Patient:innen mehr als zwei Millionen Gesundheitserinnerungen gelesen, was das wachsende Interesse an digitaler Gesundheitsvorsorge unterstreicht.
Grund der Einführung: Prävention unterstützen
In Deutschland zeigt sich ein Trend zu längeren Wartezeiten für Arzttermine und eine unzureichende Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen. Doctolib hat diese Funktion entwickelt, um Patient:innen aktiv an wichtige Vorsorgeuntersuchungen zu erinnern und gleichzeitig die Buchung dieser Termine zu erleichtern. Durch verstärkte Prävention können Akutfälle reduziert werden, die das Gesundheitssystem zusätzlich belasten und zu noch längeren Wartezeiten führen. Früherkennung und Vorsorge entlasten somit nicht nur das System, sondern können Patient:innen auch die Erfahrung ersparen, bei akuten Beschwerden auf einen überlasteten Versorgungsapparat angewiesen zu sein.
Funktionsweise und Vorteile der Gesundheitserinnerungen
Die Gesundheitserinnerungen ermöglichen, wichtige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen sowie Impftermine nicht zu vergessen und direkt online zu buchen. Die Funktion basiert auf offiziellen Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und des Robert Koch-Instituts. Sie umfasst ein breites Spektrum an Vorsorgemaßnahmen, darunter:
- Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (z.B. gynäkologisch, Prostata, Darmspiegelung, Hautkrebs-Screening)
- Allgemeine Gesundheits-Check-ups (ab 18 und ab 35 Jahren)
- Zahnärztliche Kontrolluntersuchungen
- Schutzimpfungen (Grundimmunisierung und Auffrischimpfungen)
- Kinder- und Jugendvorsorge (U-Untersuchungen, J1)
Erfolge bei der Nutzung
Nikolay Kolev, Geschäftsführer von Doctolib Deutschland und Mitglied des globalen Vorstands, erläutert die Bedeutung der aktuellen Zahlen: „Mit unseren Gesundheitserinnerungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Prävention in Deutschland. Die über 150.000 gebuchten Vorsorgetermine innerhalb von nur 8 Wochen zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg, Gesundheitsvorsorge für alle zugänglicher zu machen – und damit einen Wandel von einem kurativen hin zu einem präventiven Gesundheitssystem aktiv voranzubringen. Besonders wichtig ist der einfache Zugang – die Erinnerungen führen direkt zur Online-Terminbuchung oder lassen sich mit wenigen Klicks als erledigt markieren. Jeder wahrgenommene Vorsorgetermin kann potenziell Leben retten, Kosten sparen und das System nachhaltig entlasten."
Die Nutzung der Gesundheitserinnerungen hat seit der Einführung im Juli 2025 stetig zugenommen. Im August stieg die Zahl der gebuchten Termine um knapp 90 % im Vergleich zum Vormonat, was die wachsende Akzeptanz und den Nutzen der Funktion unterstreicht.
Susanne Dubuisson, Product Director bei Doctolib, erläutert die Produktentwicklung: "Bei der Entwicklung der Gesundheitserinnerungen stand das konkrete Bedürfnis der Patient:innen im Mittelpunkt: ein einfacher und gut integrierter Zugang zur Vorsorge. Die hohe Zahl von mehr als einer halben Million Erinnerungen, die entweder zur direkten Online-Terminbuchung geführt oder als erledigt markiert wurden, bestätigen, wie gut sich diese Funktion in den Alltag der Patient:innen integriert."
Beitrag zu Prävention und Digitalisierung des Gesundheitswesens
Die Gesundheitserinnerungen sind Teil der Doctolib-Strategie, über Digitalisierung den Zugang zu medizinischer Versorgung zu verbessern. Die neue Funktion der Gesundheitserinnerungen unterstützt nicht nur Patient:innen, sondern auch Arztpraxen, die durch ein effizienteres Terminmanagement und verbesserte Patientenkommunikation entlastet werden.
Über Doctolib
Seit 2013 setzt sich Doctolib für eine gesündere Welt ein. Doctolib trägt dazu bei, das tägliche Leben von mehr als 400.000 Ärzt:innen und Therapeut:innen europaweit durch den Einsatz innovativer Technologien zu verbessern. Doctolibs Lösungen unterstützen sie dabei, die Beziehung zu ihren Patient:innen zu pflegen, die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen zu verbessern, klinische Entscheidungen zu treffen und finanzielle und administrative Aufgaben zu reduzieren. Gleichzeitig bietet Doctolib über 80 Millionen Menschen in ganz Europa einen schnellen und reibungslosen Zugang zu sicheren Lösungen für sämtliche Behandlungsphasen. In über 30 Städten in Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden beschäftigt Doctolib mehr als 2.900 Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen.
Quelle: e-health.com
Frankreich setzt auf Hightech-Box gegen Ärztemangel
Frankreich setzt auf Hightech-Box gegen Ärztemangel
Paris/Saint-Georges-Motel – Kabinen mit Medizingeräten und ärztlicher Videoberatung sind als Alternative zur klassischen Arztpraxis in ländlichen Gemeinden Frankreichs auf dem Vormarsch. In den Räumen können Menschen nicht nur mit Ärzten ein Videotelefonat führen, sondern haben auch eine Station mit medizinischen Geräten zur Verfügung, die zur Untersuchung während des Beratungsgesprächs eingesetzt werden können.
Bis Januar soll sich die Anzahl der aufgestellten medizinischen Boxen des Unternehmens „Box médicale“ fast verzehnfachen – von derzeit zwölf auf 100 Stück, in ganz Frankreich verteilt, berichtet der Betriebsleiter, Sébastien Touchais.
Die Boxen sollen vor allem Gemeinden helfen, die mit einem Mangel Ärzten zu kämpfen haben. Es sind im Fall von „Box médicale“ schlichte, begehbare weiße Container. Die darin vorhandenen Vorrichtungen für Televisiten bieten mehrere Unternehmen in Frankreich an, etwa Tessan oder Medadom. Sie haben auch kleinere Kabinen im Angebot, die Telefonzellen ähneln und beispielsweise in Apotheken platziert werden können.
In ländlichen Gebieten Frankreichs ist der Zugang zu ärztlicher Beratung für jeden Dritten erschwert, wie die nationale Statistikbehörde Insee im vergangenen Jahr berichtete. Auch in Deutschland fehlen Ärzte: Mehr als 5.000 Hausarztsitze sind laut Bertelsmann Stiftung nicht besetzt. Die Zahl werde sich in den nächsten fünf Jahren sogar verdoppeln.
Ein „Riesenerfolg“ in kleinen Gemeinden
In der kleinen französischen Gemeinde Saint-Georges-Motel mit 880 Einwohnern gibt es die Box seit April. „Es ist ein Riesenerfolg“, sagt Bürgermeister Jean-Louis Guirlin. Die Rückmeldungen seien sehr positiv.
Die Box sei außer an Feiertagen täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Termine lassen sich telefonisch, online oder über einen QR-Code per Smartphone buchen. Derzeit würden zwei bis drei Konsultationen pro Tag durchgeführt. Auch er selbst sei schon zu Beratungen vorbeigekommen, berichtet der Bürgermeister.
Im Innern des Containers befinden sich ein Stuhl und eine Station mit Bildschirm sowie den medizinischen Instrumenten: Thermometer, Blutdruckmessgerät, Oximeter, Dermatoskop, Ohrenspiegel und Stethoskop.
Ein Einwohner erklärt in einem Beitrag des französischen Senders TF1: „Sie müssen nur den Anweisungen folgen und Ihre Krankenversicherungskarte einlegen.“ Dann würden Fragen gestellt und Tests durchgeführt, am Ende ein Rezept ausgestellt. „Das ist schnell und effizient“, so der Mann.
Nach jeder Konsultation wird der Raum samt Geräten automatisch mit keimtötenden UV-C-Strahlen desinfiziert. Das sei ein Vorteil, weil es bei Epidemien wie Grippe kein Ansteckungsrisiko zwischen Patienten gebe, wie sonst im Wartezimmer von Praxen, erklärt Bürgermeister Guirlin. Die Anschaffung der medizinischen Box kostete nach Angaben von Guirlin 50.000 Euro. Für den Betrieb zahlt die Gemeinde zudem 6.000 Euro pro Jahr.
Touchais zufolge plant sein Unternehmen, in drei Jahren auch im Rest Europas zu expandieren – dabei müsse man aber unterschiedliche Regulierungsvorgaben beachten. Einfach einen „Klon“ der medizinischen Box aus Frankreich in anderen Ländern einzusetzen, gehe daher nicht, erklärt der Betriebsleiter.
Bedenken bei Patientenverband
Aus ethischer Sicht sei per se nichts dagegen einzuwenden, dass vermehrt neue Technologien in der Beziehung Ärzten eingesetzt werden, sagte Medizinethiker Urban Wiesing. Jedoch müsse erforscht werden, ob es den Menschen damit wirklich besser gehe und Herausforderungen wie Wahrung der informationellen Selbstbestimmung oder Ungenauigkeiten bei Diagnosen beachtet werden. „Die Medizin soll nutzen und nicht schaden“, so Wiesing.
Der französische Dachverband für Patientenvereinigungen (France Assos Santé) betont, dass Teleberatungskabinen „einen medizinischen Service bieten, der ziemlich eingeschränkt ist“.
Es gebe keine direkte Weitervermittlung an Fachkräfte, die die Patienten bei Bedarf persönlich sehen, operieren oder längerfristig betreuen könnten – die Behandlung ende, sobald der Computerbildschirm ausgehe. Schwierig sei das zum Beispiel für chronisch kranke Menschen. Die Boxen könnten dann keinen richtigen Mehrwert bieten, sondern würden nur Geld kosten.
Deshalb fordert der Verband, dass die Boxen in enger Abstimmung mit anderen Gesundheitsakteuren in der Region aufgestellt werden und eine Anbindung an die regionale Versorgungsstruktur erfolgt.
Quelle: aerzteblatt.de
Markt Deutschalnd : GKV-Ausgaben im Hilfsmittelbereich des ersten Halbjahres 2025
Die Hilfsmittel-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind seit dem Jahr 2018 (8,4 Mrd. Euro) kontinuierlich gestiegen und werden wahrscheinlich auch 2025 weiter in die Höhe getrieben. 2024 wurden Ausgaben von 11,5 Mrd. Euro registriert. Die vorläufigen Rechnungsergebnisse des 1. Halbjahres 2025 (1. und 2. Quartal) deuten darauf hin, dass die Entwicklung der Hilfsmittel-Ausgaben nach oben geht. 6,105 Mrd. Euro wurden für Hilfsmittel bis Ende Juni 2025 zahlenmäßig erfasst. Dabei unterscheiden die AnalystInnen zwischen Einzelposten-Auflistungen für bestimmte Hilfsmittel-Typen – kassenunabhängig – und nach Verbrauch pro Versichertem. Danach ergeben sich folgende Leistungsausgaben der Hilfsmittel-Kategorien:


