Oura und das KI-basierte Primary-Care-Unternehmen Counsel Health nehmen am zehnjährigen ACCESS Model der US-amerikanischen CMS teil. Ziel ist es, chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Adipositas, Hyperlipidämie und Prädiabetes mithilfe kontinuierlicher Wearable-Daten, medizinischer KI und ärztlicher Betreuung besser zu überwachen und zu behandeln. Ab Anfang 2027 soll die Versorgung für berechtigte Medicare-Versicherte kostenlos angeboten werden.
Dabei liefert der Oura Ring kontinuierlich biometrische Gesundheitsdaten, die von Counsel Health gemeinsam mit medizinischer KI und Ärzten interpretiert werden. Patienten können über die Oura-App oder die Counsel-Plattform Zugang zur Versorgung erhalten. Dadurch sollen gesundheitliche Veränderungen früher erkannt und notwendige Maßnahmen eingeleitet werden. Der Ansatz verschiebt die klassische, punktuelle Versorgung hin zu einer kontinuierlichen und stärker präventiven Betreuung.
Erste Ergebnisse der bestehenden Zusammenarbeit zeigen eine hohe Nutzung: In den ersten neun Wochen registrierten sich 36.000 Oura-Mitglieder für Counsel-Services; 70 % waren mit dem Onboarding zufrieden. Zusätzlich nutzten mehr als 10.000 Oura-Nutzer nach einem Symptom-Alarm die Möglichkeit, sich mit medizinischer Betreuung zu verbinden.
Der zentrale Health-Tech-Trend: Wearables entwickeln sich zunehmend von reinen Monitoring-Geräten zu einem Bestandteil der klinischen Versorgung. Kontinuierliche Gesundheitsdaten werden mit KI und ärztlicher Betreuung verbunden, um Krankheiten früher zu erkennen und Patienten dauerhaft statt nur bei einzelnen Arztbesuchen zu begleiten. Das ACCESS Model soll nun zeigen, ob sich dieser Ansatz auch im großen Maßstab und anhand konkreter Behandlungsergebnisse umsetzen lässt.
Quelle:fiercehealthcare.com
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